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Fachzeitschrift Kleintierpraxis
  am 15. Juni erscheint die neue Ausgabe der Kleintierpraxis. Lesen Sie schon heute, auf welche Artikel Sie sich freuen können! Eine Originalarbeit beschäftigt sich mit der Ellenbogengelenkdysplasie bei Rottweilern. Aus der Kleintierklinik in Berlin wird über den seltenen Fall einer systemischen Aspergillose berichtet. Ein zweiter Fallbericht beschreibt eine beunruhigende Nebenwirkung der medikamentösen Therapie der Epilepsie. Schließlich lesen Sie in diesem Heft den letzten Beitrag unserer dreiteiligen Serie zur Stabilisation des Notfallpatienten. Für die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen wird Ihnen eine ATF-Stunde anerkannt.

Herzliche Grüße

Ihre Redaktion der Kleintierpraxis
 
Verantwortungsbewusst züchten
 
 

Rottweiler leiden überdurchschnittlich häufig an einer Ellenbogengelenkdysplasie.
Foto: pepsprog, Pixelio

  Bei großen Hunderassen führen vererbbare Erkrankungen der Gelenke häufig zu Arthrosen und Lahmheit. Erblich vorbelastete Tiere sollten aus der Zucht ausgeschlossen werden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Selektion ist die frühzeitige Diagnose: Dabei kann eine Vermessung der Winkel am Ellenbogengelenk hilfreich sein.

Vererbung spielt bei der Entstehung instabiler und inkongruenter Gelenke eine große Rolle – sowohl bei der Hüftgelenkdysplasie (HD) als auch bei der Ellenbogengelenkdysplasie (ED). Um betroffene Tiere zu erkennen und aus der Zucht auszuschließen, ist für viele Rassen eine Röntgenuntersuchung Pflicht. Beim HD-Röntgen erfolgt die Beurteilung anhand anatomischer Kriterien. So wird unter anderem der Norbergwinkel vermessen (Mittelpunkt des Oberschenkelkopfes in Bezug zum Schnittpunkt des oberen mit dem vorderen Pfannenrand).Ein kleiner Winkel (weniger als 100°) kann ein Hinweis auf ein lockeres Hüftgelenk sein. Beim ED-Röntgen fehlen bisher jedoch anatomische Kriterien dieser Art. Die Diagnose kann erst gestellt werden, wenn schon arthrotische Veränderungen vorhanden sind oder eine Primärerkrankung erkennbar ist. Die Hannoveraner Arbeitsgruppe von Professor Distl untersuchte bei Rottweilern nun die Vererbung von Ellenbogengelenkwinkeln. Das Ergebnis: Zwischen diesen Winkeln und der Entstehung einer ED besteht tatsächlich ein Zusammenhang. So kann die zusätzliche Winkel-Messung beim ED-Röntgen zu einer erfolgreicheren Selektion und einem Zuchtfortschritt führen.

 
 
Risiken und Nebenwirkungen
 
 

Phenobarbital wird trotz zahlreicher bekannter Nebenwirkungen wie Sedation, PU/PD oder Ataxie häufig zur Therapie der Epilepsie beim Hund eingesetzt. Doch ein Fallbericht zeigt nun, dass die Phenobarbital-Gabe noch schwerwiegendere Folgen haben kann.

Iris Behne und Dr. Peter Engelhardt von der Tierklinik Neandertal berichten von einer Hündin, die nach Phenobarbitaltherapie eine Panzytopenie entwickelte. Sie raten daher dazu, das Blutbild aller Patienten, die mit Phenobarbital behandelt werden, intensiv zu überwachen. Seltene Nebenwirkungen können bei den klinischen Prüfungen im Zulassungsverfahren übersehen werden. Erst, wenn sehr viele Patienten unter den unterschiedlichsten Bedingungen behandelt werden, werden solche Effekte sichtbar. Daher sind Fallstudien aus der Praxis, die über Nebenwirkungen berichten, unverzichtbar. Außerdem sollten unerwünschte Arzneimittelwirkungen offiziell gemeldet werden. Zuständig sind das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie das Paul-Ehrlich-Institut. Weitere Informationen und ein Formular zur Meldung unerwünschter Arzneimittelwirkungen können Sie sich hier herunterladen.

 
 
Bewusstseinsstörung beim Notfallpatienten
 
 

Ein pathologischer Nystagmus ist ein Hinweis auf eine Schädigung des Kleinhirns, des Hirnstamms oder des vestibulären Systems. Aus: Jaggy A (Hrsg.), Hamann F: Kleintierneurologie. Ein multimediales Lernprogramm auf DVD. Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hannover.

 

Ein Notfall – um das Leben Ihres Patienten zu retten, müssen Sie jetzt schnell und umsichtig handeln. Eine Fortbildungsserie in der Kleintierpraxis hilft Ihnen, zu erkennen, welches Problem Hund oder Katze haben und wie Sie effektiv helfen können. Der aktuelle Beitrag befasst sich mit ZNS-Störungen bei Notfallpatienten.

Das Wichtigste zuerst: Auch beim Patienten mit ZNS-Störungen müssen zunächst Atmung und Kreislauf stabilisiert werden. Greifen Sie auf Ihr Wissen aus Teil 1 (Atmung) und Teil 2 (Kreislauf) der Serie zurück! Erst bei einem stabilen Patienten lässt sich mit einer schnellen neurologischen Untersuchung feststellen, ob das Bewusstsein gestört ist. Prüfen Sie, ob das Tier ansprechbar ist. Wie groß sind die Pupillen, wie reagieren sie auf Lichtreize? Ist der Drohreflex vorhanden? Anhand von Ausfällen der Kopfnerven oder anormalen Haltungs- und Stellreaktionen sind ZNS-Störungen schnell zu erkennen. Um das Problem zu lokalisieren, ist jedoch auch im Notfall eine komplette neurologische Untersuchung notwendig. Für eine detaillierte Anleitung zum Untersuchungsgang können wir die DVD „Kleintierneurologie“ empfehlen: ein multimediales Lernprogramm. Zahlreiche Bild- und Videobeispiele veranschaulichen normale und abnormale Reaktionen sowie die klinischen Symptome bei Läsionen in bestimmten Lokalisationen.

 
 
Kleintierpraxis im EJCAP
 
 

Die besten Artikel aus europäischen Zeitschriften werden in englischer Übersetzung im European Journal of Companion Animal Practice (EJCAP) veröffentlicht. Die Kleintierpraxis ist hier regelmäßig vertreten: In der neuesten Ausgabe des EJCAP mit einem Artikel zum traumatischen Hämoabdomen.

EJCAP ist die offizielle Zeitschrift der FECAVA, Dachorganisation der europäischen Gesellschaften für Kleintiermedizin. Deutsches Mitglied ist die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK-DVG), die Schweiz wird durch die Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK) vertreten. Im EJCAP wird der wissenschaftliche Standard hoch gehalten: Jedes Land reicht seine besten Artikel ein. Diese Beiträge werden noch einmal einem Komitee vorgelegt, welches die allerbesten zur Veröffentlichung auswählt. Auch in beiden Ausgaben des EJCAP 2009 waren Artikel aus der Kleintierpraxis zu lesen: „Dystokien erkennen und meistern“ sowie „Magenentleerung – Physiologie, Pathologie, Diagnose und Therapie beim Hund“. Hier können Sie die englischen Nachdrucke – jeweils ein halbes Jahr nach Erscheinen der Zeitschrift – kostenfrei herunterladen.

 
 
Was beißt meinen Hund?
 
 

  Eine Vielzahl von Ektoparasiten können den Hund beißen und stechen – einige von ihnen übertragen lebensbedrohliche Krankheiten. Viele Hundebesitzer fragen sich daher „Was beißt meinen Hund?“. Nutzen Sie einen Service von Intervet, um Patientenbesitzer anschaulich zu informieren. Professor Bob Killick-Kendrick, Parasitologe und medizinischer Entomologe, stellt in insgesamt zehn Videoclips krankheitsübertragende Zecken und Mücken sowie die wichtigsten Krankheiten vor. Hier stehen die Videos zum Download bereit. Zur Nutzung für die Praxis können die Videoclips auch als DVD bei Intervet angefordert werden.  
 


  Impressum      
 
M. & H. Schaper GmbH
Bischofsholer Damm 24
30173 Hannover
Handelsregistereintrag:
Amtsgericht Hannover HRB 200529
Geschäftsführer: Klaus Krause
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE248954181
 
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