Kleintierpraxis
Newsletter Kleintierpraxis
         
  Inhalt   Sehr geehrte Damen und Herren,
 
 
Abonnieren Sie die
Fachzeitschrift Kleintierpraxis
  am 16. August erscheint die neue Ausgabe der Kleintierpraxis. Eine wissenschaftliche Originalarbeit aus der Universität Gießen beschäftigt sich mit der Parvovirose. Außerdem berichten unsere Autoren über interessante und ungewöhnliche Fälle aus der Praxis, zum Beispiel eine Fraktur des Penisbeins beim Hund. Weil die Dermatologie als Fortbildungsthema auf der Wunschliste vieler Tierärztinnen und Tierärzte ganz oben steht, gibt ein Artikel im aktuellen Heft eine ausführliche Übersicht über allergische Hauterkrankungen.

Herzliche Grüße

Ihre Redaktion der Kleintierpraxis
 
Tödliche Infektion
 
  Ein Hund mit Durchfall – und im Kot ist Blut zu finden. Sowohl für die Besitzer als auch für Sie als Tierärztin/Tierarzt ist das ein Alarmzeichen. Doch wie gut oder schlecht ist die Prognose? Nina Brinke und Professor Reto Neiger haben in einer retrospektiven Studie untersucht, welche Faktoren Einfluss auf die Mortalität haben.

Hat ein Hund schlechtere Überlebenschancen, wenn er mit blutigem Durchfall und einer pathologisch erhöhten oder erniedrigten Körpertemperatur vorgestellt wird? Wie ist die Prognose, wenn zum Beispiel eine Leukopenie oder Hypoproteinämie vorliegt? In der Gießener Klinik für Kleintiere wurden im Verlauf von vier Jahren 63 Hunde mit blutigem Durchfall vorgestellt. Die retrospektive Untersuchung dieser Fälle ergab, dass tatsächlich nur ein einziger Faktor die Mortalität beeinflusste: eine Infektion mit Parvovirose. 36 Prozent der Hunde, die mit dem hochansteckenden Virus infiziert waren, starben. Eine Therapie mit Plasma/Vollblut, Immunglobulinen oder Interferon hatte hingegen keinen Einfluss auf die Mortalität. Allerdings wurden die Medikamente meist erst gegeben, wenn die Hunde schon bei schlechtem Allgemeinbefinden waren.
 
 
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht
 
 

Operationssitus: Ein 21 cm langer Stock hat sich zwischen Larynx und Schulterblatt eingespiesst.. Quelle: Hinken et al., 2010.
  Fremdkörper aus Holz lassen sich im nativen Röntgenbild oft nur erahnen. Deshalb wird bei Stöckchenverletzungen häufig auf moderne bildgebende Verfahren wie die Computertomografie zurückgegriffen. Doch in einigen Fällen lassen sich Fremdkörper auch einfacher darstellen.

Beim Spielen mit Stöcken verletzen sich Hunde häufig. Nur selten verlaufen die Fälle so günstig wie bei einer Staffordshire-Mischlingshündin, von der die „Daily Mail“ berichtete: Ihr musste ein 40 cm langer Stock operativ entfernt werden. Obwohl der Fremdkörper bis in den Magen vorgedrungen war, blieb die Hündin bis auf ein paar Kratzer unversehrt.
Die Fistulografie ist eine kostengünstige und einfache Alternative zur Darstellung nicht-metallischer Fremdkörper. Dennoch wird die Methode nur selten angewendet und scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Werner Stührenberg und Michael Heinrich beschreiben die Methode in einem aktuellen Fallbericht. Voraussetzung für eine Fistulografie ist, dass sich oral eine Öffnung des Wundkanals finden lässt. Dort wird Kontrastmittel instilliert, anschließend werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Vorhandene Fremdkörper werden vom Kontrastmittel umflutet und auf diese Weise dargestellt.
Ist bei Stöckchenverletzungen keine orale Öffnung des Wundkanals zu finden, muss jedoch auf Computertomografie, Magnetresonanztomografie oder Ultraschall zurückgegriffen werden. Kerstin Hinken und Mitarbeiter beschrieben im Januar 2010, warum sich die Computertomografie besonders gut zur Darstellung pflanzlicher Fremdkörper eignet (Hinken et al., 2010).
 
 
Rund um die Welt
 
 
Auf der ganzen Welt werden Tierärzte ausgebildet. Die World Veterinary Association hat Informationen zu tiermedizinischen Ausbildungsstätten weltweit gesammelt. Beispielsweise studieren in Angola etwa 250 künftige Veterinärmediziner an einer Universität südlich von Huambo. In Finnland liegt die einzige tiermedizinische Fakultät in Helsinki. Auch in Mazedonien, der Ukraine und vielen anderen Ländern wird eine veterinärmedizinische Ausbildung angeboten. Hier können Sie die Datenbank online abrufen.
 
 
Wen es juckt, der kratzt sich
 
 

Katzen verbringen einen großen Teil des Tages mit der Körperpflege. Doch wenn die Haare vom vielen Putzen dünn werden, könnte starker Juckreiz die Ursache sein. Quelle: Gabi Schoenemann/pixelio.de
  Ein Hund kratzt sich ständig und scheuert sich an den Möbeln. Eine Katze putzt sich und leckt ihr Fell, bis die Haare dünn werden. Ihre Besitzer leiden: Sie werden nachts vom kratzenden Hund geweckt und tagsüber von der Unruhe ihrer Tiere angesteckt. Weil Juckreiz nicht nur die Tiere, sondern auch ihre Besitzer beeinträchtigt, werden solche Fälle sehr häufig bei Ihnen in der Tierarztpraxis vorgestellt. Die Diagnose: eine allergische Hauterkrankung.

In der Kleintierpraxis geben Paz Schamber und Professor Ralf Müller eine Übersicht über Flohspeichelallergie, Futterunverträglichkeit und Atopie. Professor Müller ist Leiter des Service für Dermatologie und Allergologie der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt er sich in Australien, den USA und Deutschland mit Allergien und Hauterkrankungen. Hier erfahren Sie mehr über aktuelle Studien seiner Arbeitsgruppe, zum Beispiel zur Shampootherapie bei Juckreiz.
   
 
Bequem vom Sofa aus
 
  Als Tierärztin/Tierarzt lernen Sie nie aus! Fachgerecht behandeln können Sie Ihre Patienten nur, wenn Ihr Wissen auf dem aktuellen Stand ist. Deshalb sind Sie zur Fortbildung verpflichtet. Doch teure und zeitaufwändige Reisen zu Kongressen und Kursen sind nicht immer nötig. Auch interaktive Fortbildungen in Zeitschriften oder Online werden anerkannt.

Nach Musterberufsordnung der Bundestierärztekammer sind Tierärztinnen und Tierärzte verpflichtet, sich fortzubilden:
  • im Beruf: 20 Stunden/Jahr
  • mit Zusatzbezeichnung: 24 Stunden/Jahr
  • Fachtierärzte: 30 Stunden/Jahr.
Doch Stunden werden nur angerechnet, wenn die Fortbildung von der Tierärztekammer oder der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF) anerkannt ist. Für die ATF ist das wichtigste Kriterium, dass eine Fortbildung den Wissensstand der Teilnehmer fördert. Dazu müssen selbstverständlich moderne Gesichtspunkte der Veterinärmedizin berücksichtigt werden.
Jede Tierärztin/jeder Tierarzt kann ein Viertel seiner Pflicht-Stunden auch im Selbststudium ableisten – Hauptsache, Sie lernen dazu! Daher gibt es auch für interaktive Fortbildungen online oder in Zeitschriften eine ATF-Anerkennung. Die Fortbildungen haben zum Ziel, die fachliche Qualität der Arbeit der Teilnehmer zu steigern, Autoren müssen genau wie Referenten bei Fortbildungskursen ausreichend qualifiziert sein. Die Kleintierpraxis bietet ihren Abonennten jeden Monat eine Fortbildung, die mit einer ATF-Stunde anerkannt wird – ohne zusätzliche Kosten.
 
 
Fortbildungsreise in die Provence – VetFocus PRAXIS-REISE
 
 

Der Veranstaltungsort in der Provence.
  Weichteilchirurgie, Bildgebende Diagnostik und Internistische Diagnostik, das sind die Spezialgebiete der Referenten und die Themen Ihrer Fortbildungsreise vom 10.–17. Oktober 2010. In einem provenzalischen Dorf zwischen Olivenbäumen und Pinienwäldern und nur 30 Minuten von Nizza entfernt liegt der familiäre Club Opio en Provence.

Nahe der Côte d’Azur mit einem 9-Loch-Kompakt-Golfplatz, Tennisplätzen und drei Swimmingpools – in diesem Traumziel veranstaltet die Schlütersche Verlagsgesellschaft in Kooperation mit ClubMed Business Ihre Fortbildungsreise. Der Club Opio en Provence lässt keine Wünsche offen und verwöhnt Sie neben Vollpension mit zahlreichen Spa-, Sport- und Freizeitaktivitäten. Ob Sie allein, mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie anreisen, hier werden Sie neben dem intensiven Fortbildungsprogramm neue Energie tanken.
Prof. Dr. Johann Lang, Dr. Ullrich Reif und Dr. Peter Kook gestalten die halbtägigen Seminare und geben die Möglichkeit, ausgesuchte Themenkreise intensiv zu erarbeiten. Gleichzeitig profitieren Sie in diesen Tagen vom „geballten Expertenwissen“ und von der Gelegenheit, in kleiner Gruppe klinische Fragestellungen interdisziplinär und damit praxisgerecht aufzuarbeiten. Die Fortbildung ist mit 21 ATF-Stunden anerkannt. Weitere Informationen und unsere Onlineanmeldung finden Sie unter www.veterinaerwissen.de
 
 


  Impressum      
 
M. & H. Schaper GmbH
Bischofsholer Damm 24
30173 Hannover
Handelsregistereintrag:
Amtsgericht Hannover HRB 200529
Geschäftsführer: Klaus Krause
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE248954181
 
Ihre Fragen und Anregungen senden Sie bitte an:
Feedback senden
Wenn Sie den Newsletter abbestellen möchten, klicken Sie bitte auf den nachstehenden Link.
Newsletter abbestellen